Lesung

Lesung  am 24. September um 18 Uhr im Rathaus St. Johann

im Rahmen der Wanderausstellung Verwahrlost und gefährdet?

 

Die Regionale Anlauf-und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder im Saarland im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie-Saarländisches Landesjugendamt zeigt in Kooperation mit der Landeshauptstadt Saarbrücken die Wanderausstellung „Verwahrlost und gefährdet?“ des Landesarchives Baden-Württemberg.

Im Rahmen des Begleitprogramms zur Wanderausstellung findet am Montag, dem 24. September 2018, um 18:00 Uhr im Festsaal des Rathauses Saarbrücken St. Johann eine Lesung statt, bei der Betroffene Passagen aus dem Buch „Lebenswege nach Heimerziehung. Porträts und Einblicke aus dem Saarland 1945-1975“ der Autoren Christian Schrapper, Claudia Ströder und Sabine Imeri lesen werden. Der Eintritt ist frei.

Ausstellung im Saarland vom 6. August 2018 – 28. September 2018

Die Regionale Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder im Saarland im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie zeigt in Kooperation mit der Landeshauptstadt Saarbrücken eine Ausstellung „Verwahrlost und Gefährdet?“ des Landesarchivs Baden-Württemberg mit einem Begleitprogramm im Hauberisser Saal im Rathaus St. Johann am Rathausplatz 1 in 66111 Saarbrücken.

Der Eintritt ist frei. Die Öffnungszeiten sind: Mo-Fr 9:00-18:00 Uhr.

Die Ausstellung wurde am 6. August um 13 Uhr von Sozialministerin Monika Bachmann eröffnet und die Thematik wurde durch Fachvorträge von Prof. Dr. Ulrike Zöller und Dr. Clemens Rehm  vertieft. Peter Kneip hat als Ehemaliger und Schattenkünstler einen saarlandspezifischen Beitrag geleistet und stellt mit aus.

Grußwort von Sozialministerin Monika Bachmann
Fachvortrag von Prof. Dr. Ulrike Zöller, Vorsitzendes des Beirats der Anlauf- und Beratungsstelle Baden-Württemberg, Dozentin an der htw saar
Saarlandspezifischer Beitrag von Peter Kneip, Ehemaliger und Schattenkünstler
Ausstellungsrundgang mit Dr. Clemens Rehm, Abteilungsleiter „Archivischer Grundsatz“ Landesarchiv Baden-Württemberg
Durchschnittlicher Platz zum Schlafen, der einem Heimkind 1965 zustand

Weitere Begleitveranstaltungen zur Ausstellung finden am 9. August 2018, 23. August und 10. September 2018 statt.

Den Informationsflyer mit allen Details finden Sie hier: Flyer Wanderausstellung

 

 

Nachhaltigkeit – was bleibt?

Die ehemaligen Heimkinder haben ihre persönlichen Erfahrungen ganz unterschiedlich verarbeitet und blicken größtenteils nach vorne. Sie sollten nicht in erster Linie als „ehemalige Heimkinder“ gesehen werden, sondern als starke Persönlichkeiten, die ihr Leben anpacken und meistern.

Im Runden Tisch haben Betroffene immer wieder betont, dass ihr Hauptanliegen ist, dass niemals wieder Kinder in Heimeinrichtungen die von ihnen gemachten Erfahrungen teilen müssen.

Daher hat es sich die Anlauf- und Beratungsstelle (AuB) beim Landesjugendamt des Saarlandes zum Ziel gesetzt, insbesondere künftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe für diese Thematik zu sensibilisieren. In diesem Zusammenhang planen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Anlauf– und Beratungsstelle für das Jahr 2018 ein Projekt zur Aufarbeitung der Heimerziehung im Saarland. Dies soll in Kooperation mit Betroffenen, den Akademien für Erzieherinnen und Erzieher der Fakultät Sozialwissenschaften der htw saar erfolgen. Geplant sind Vorträge, Lesungen, Workshops zum Thema „Fonds Heimerziehung West“ und eine Wanderausstellung.

 

 

Länderübergreifend:

Mit Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes am 1. Januar 2012 wurden im § 45 SGB VIII Beteiligungsverfahren und Beschwerdemöglichkeiten zur Sicherung der Rechte von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen als Voraussetzung für die Erteilung einer Betriebserlaubnis normiert.

Die Jugend- und Familienministerkonferenz hat im Mai 2015 in Perl eine grundlegende Prüfung der rechtlichen Grundlagen der Heimaufsicht sowie eine Weiterentwicklung der §§ 45 ff. SGB VIII zur Stärkung der Handlungsmöglichkeiten der Aufsicht beschlossen und eine Arbeitsgruppe hierzu eingerichtet.

Hier fordert die Arbeitsgruppe der Jugend- und Familienministerkonferenz, den Zugang zu extern unabhängigen Beschwerdestellen zu ermöglichen. Eine Forderung ist es auch, die Rechtsgrundlage zu schaffen, damit örtliche Prüfungen in Heimen auch unabhängig von einem konkreten Prüfungsanlass ohne vorherige Anmeldung zulässig sind.

 

Auf der Grundlage des § 45 Absatz 2 Nr. 3 SGB VIII prüft das Landesjugendamt im Rahmen des Betriebserlaubnisverfahren, ob der Träger Verfahren der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an strukturellen Entscheidungen in der Einrichtung sowie Beschwerdeverfahren in persönlichen Angelegenheiten vorhält.

Aktuell befinden sich die „Richtlinien zur Wahrnehmung der Aufgaben zum Schutz von Kindern in (teil-) stationären Einrichtungen durch das Landesjugendamt gemäß §§ 45-48a SGB VIII“ im Saarland in Überarbeitung; darin werden die Aspekte „Beschwerde und Beteiligung“ in angemessener Weise berücksichtigt.

Neuerscheinung: Buch „Lebenswege nach Heimerziehung – Porträts und Einblicke aus dem Saarland 1945-1975“

Ausgehend von den Erzählungen ehemaliger Heimkinder und Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeitern der Jugendfürsorge und Heimerziehung im Saarland wurde eine Publikation von Professor Christian Schrapper, Claudia Ströder und Sabine Imeri erstellt , die im Panama-Verlag unter dem Titel „Lebenswege nach Heimerziehung – Porträts und Einblicke aus dem Saarland 1945-1975“ unter der ISBN 978-3-938714-60-7 zum Preis von 29,90 € erhältlich ist. Darüber hinaus enthält die Publikation eine DVD, zum einen mit personenbezogen aufbereitetem Material aus den gefilmten Interviews und zum anderen mit themenbezogen aufbereitetem Material.

Sie können das Buch im Buchhandel  oder beim Verlag ab dem 07.05. unter folgendem Link beziehen: https://www.panama-verlag.de/shop/Produkt/lebenswege/.

Das Grußwort von Ministerin Bachmann können Sie ebenfalls hier abrufen: Grußwort Ministerin Bachmann im Buch Lebenswege nach Heimerziehung.

Abschlussveranstaltung zur Aufarbeitung der Heimerziehung im Saarland

Vorankündigung:

Die Abschlussveranstaltung zur Aufarbeitung der Heimerziehung im Saarland in den Jahren 1949-1975 wird am Mittwoch, den 08.02.2017, stattfinden.

Eingeladen ist die interessierte Öffentlichkeit ab 09:30 Uhr zu einem Begrüßungskaffee, der offizielle Teil der Veranstaltung beginnt um 10 Uhr und endet etwa um 11:30 Uhr. Daran anschließend wird im Rahmen eines kleinen Imbiss die Möglichkeit zum persönlichen Austausch bestehen.

Veranstaltungsort ist die Landessportschule des Saarlandes, Hermann-Neuberger-Sportschule 4, 66123 Saarbrücken.

Anmeldung: Bitte melden Sie sich bis zum 3. Februar telefonisch unter 0681/501-1342 oder per Mail unter a.laux@soziales.saarland.de an, wenn Sie teilnehmen möchten.

Sondersitzung des Runden Tisches

Am 20.04.2016 findet eine Sondersitzung des Runden Tisches mit Gästen statt, zu der auch ehemalige Heimkinder und frühere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Heimerziehung herzlich eingeladen sind, die bislang keine Möglichkeit hatten, in den bestehenden Gremien oder im Rahmen eines Interviews an der Aufarbeitung mitzuwirken.

Infos zur Anmeldung finden Sie hier.